Montag, 12. Mai 2014

Nichts neues.

Es gibt nichts neues.
Das ist traurig, denn es bedeutet, dass meine Genesung nicht voranschreitet. Ganz im Gegenteil, ich probiere wieder verschiedene Methoden des Abnehmens aus und verbiete mir so ungefähr alles zu essen. Klappt das mal nicht, muss es eben ins Waschbecken -.-
Es wird also eher schlimmer als besser. Aber das wurde es bis jetzt immer wenn iche ien neue Therapie begonnen habe. Ich habe nämlich endlich die Zusage der KK bekommen, meine Privattherapeutin zu finanzieren. Ansonsten läuft es auch. Die BA kann fast abgegeben werden, die mAsterbewerbungen laufen und ich hab eine etwas vagere Vorstellung davon was in den nächsten Monaten so passieren wird und was ich vllt weiter studieren will.
Tatsächlich geht pünktlich kurz vor meinem 25. geburtstag sogar mein Mädchen-Traum in Erfüllung: Ich darf als Freiwillige bei einem Sea Sheperd Projekt teilnehmen https://www.facebook.com/pages/Sea-Shepherd-Operation-Grindstop-2014-Deutschland/696119243731962?ref=stream und endlich "Wale retten" wie ich es mir als kind immer erträumt habe. Aber eigentlich brauche ich dafür Kraft und einen gesunden Körper. Auch für meine nächste Woche anstehende Knie OP wär ein nicht ganz ruinierter Kreislauf gar nciht so schlecht, sagen alle, sage ich. Und doch: ein Magerjoguhrt heute mit Nektarine. Was fehlt mir denn noch ? Wo ist der Wille und warum macht er sich nicht endlich mal bemerkbar ? Worauf warte ich ?

Donnerstag, 10. April 2014

Aua.

Nach einem bewegenden, intensiven, schmerzhaften, erheiterndem, mutlosen, pessimistischen und vor allem sehr tränenreichen Gespräch mit meinem Vater bin ich nun vollends verwirrt.

Er "riet" mir, mich mit der Es zu akzeptieren. So wie ich bin und wie ich mich verhalte. Zumindest vorerst. Die Krankheit nicht als Feindin zu sehen, welche ausgemerzt werden müsse, sondern die ES als etwas zu betrachten, was Teil von mir ist. Er benutze mehrfach den Vergleich einer Brille. Manche Menschen können eben nicht richtig schauen, und brauchen eine Brille um zu sehen, sie müssen sie tragen und darauf achten dass die Augen nicht schlechter werden. Schlechter werden sollen sie wirklich nicht, aber wenn ein Mensch die Brille regelmäßig trägt, stellt sich vielleicht eine Besserung ein.
Ich soll geduldig sein mit mir selbst und mir Zeit lassen. Nicht davor scheuen andere einzuspannen und das zu einzufordern was ich brauche. "Bitte bringt mir kein Essen mit wenn ihr zu Besuch kommt !". Ich muss es dann essen, weil ich denke ich wäre dazu verpflichtet (und weil ich ohnehin unendlichen Hunger habe). Aber mein Kopf kann es (noch) nicht. Und aushalten ist nicht der richtige Weg. Nicht nur aushalten und ertragen muss ich es können, ich muss es akzeptieren und annehmen und soweit bin ich noch nicht.
Und wenn ich an diesen Weg denke, der da noch vor mir liegt, verbunden mit der scheinbar unlösbaren Aufgabe, nicht nur das Essverhalten zu verändern sondern auch meinen Körper als Teil von mir anzunehmen (und zwar so wie er ist, oder wie er sein will. Nicht in der Form, in die ich ihn pressen will) verlier ich jeden Mut und jeden Willen.
Ich möchte leben und zwar ohne jeden scheiß Tag über nichts anderes als Essen nachdenken zu können. Ich will nicht jeden Morgen neben meinem wunderbaren Freund aufwachen müssen und mein erster Gedanke ist "Jetzt geht der ganze Scheiß wieder von vorne los!". Ich will einfach nur 24 sein. Ich will gar kein perfektes Leben. Von mir aus gebt mir Pickel und schiefe Zähne oder eine nervige Nachbarin, ich will gar nicht normiert sein,
aber bitte... kann ich nicht endlich lernen damit umzugehen. Ich will nicht warten.
Und vor allem muss ich wollen!
Die Ambivalenz der ES, wird zu keinem Zeitpunkt deutlicher als jetzt, da ich hier sitze, diese Worte schreibe und darauf warte dass die Abführmittel wirken, nachdem ich vorhin schon erbrochen habe.

Freitag, 28. März 2014

Die Quittung.

Die Quittung für mein Essverhalten der letzen Tage habe ich heute morgen bekommen. Nachdem ich glaubte, mir zusätzlich zu meinem beschissenen Hungern auch noch ne Menge "sanfte" Abführmittel verabreichen zu müssen, habe ich nicht nur einige Toilettengänge (gestern Abend) hinter mir, sondern bin heute morgen auch im Badezimmer kolabiert. Großartig, wenn Frau sich zwingen muss, noch wenigstens die Hose hochzuziehen, damit der Freund einen in nicht-ganz- so- ernidriegender Position auf dem Badezimmerfußboden findet.
Also habe ich heute den ganzen Tag im Bett gelegen und bin mit Hilfe meiner Freundin etwas zu Kräften gekommen. Wahrscheinlich war ich zusätzlich zu der fehlenden Nahrung auch noch (etwas) dehydriert. Dass sie für mich gekocht hat fühlt sich natürlich gleich auf zweierlei Arten Scheiße an. Vor der Waage (morgen?) habe ich jetzt schon Angst.
Aber wie kann ich es wagen, ihnen allen das schon wieder anzutun? Und meinem Körper...wie lange soll er das noch aushalten? Ich bin 24, in der Blüte meines gesunden, jungen Lebens und doch muss ich es so sehr zerstören. Warum nur? Bitte, ich will es nur endlich verstehen !! Warum ?? DAs kann einen doch nur am eigenen Ve
rstand zweifeln lassen.

Donnerstag, 27. März 2014

Holy shitty Sonnenschein

Verdammt, -2 Kilo in 3 Tagen... der Sonnenschein ist gar nicht gut für mich. Kein Grund mehr drin zu sein, den ganzen Tag draußen mit dem Hund, kein Hunger und viel Bewegung. Und ich fühle mich so gut und leicht und toll. Gleichzeitig frage ich mich: Wofür dann der ganzen Scheiß im letzen Sommer ? Will ich wirklich, dass meine Freund_innen wieder tausende Kilometer fahren müssen, nur um mich für ein, zwei Stündchen in der Klinik zu besuchen ? Will ich meinen Hund wieder ewig in die Obhut und Verantwortung anderer geben? Das alles nur um mich federleicht zu fühlen? Verdammte Scheiße, warum bin ich so dumm...? Und doch kann ich nicht anders,zumindest grade. Ich habe noch nicht mal mehr Hunger. Ich schäme mich so, dass es schon wieder losgeht, Startschuss März, genau wie im letzen Jahr. Es ist einfacher das nicht-essen auszuhalten, als jeden Morgen vor dem Spiegel zu stehen und sich selbst/den eigenen Körper zu hassen.